Grundlagen der Filtertechnik

Unsere atmosphärische Luft enthält eine Vielzahl von Fremdstoffen, die sich aus festen Partikeln, Rauchgasen, Nebeln und verschiedenen Fasern zusammensetzt. Die in der Atemluft schwebenden Partikel werden Aerosole genannt. Erkenntnisse über die Schadstoffkonzentration und deren Auswirkungen haben zum Einsatz von Luftfiltern in verschiedenen Bereichen, besonders aber in der Reinigung der Zuluft von Lüftungs- und Klimaanlagen geführt, wobei wir generell zwischen Grobstaub- und Feinstaub- bzw. Schwebstoffiltern unterscheiden.

Wir haben ein PDF zu Ihrer Information über Filtereffekte und Anwendungsmöglichkeiten zusammengestellt:

Filtertechnik_0I00.pdf (2,4 Mb) "Grundlagen der Filtertechnik"

 

Neue Normen ISO 29463 & ISO 16890

Derzeit befinden sich die ISO 29463 sowie die ISO 16890 in der Entwicklung.

Die ISO 16890 wird vorausssichtlich ab 2017 beginnen die EN779 als Standard zur Klassifizierung von Klima- und Lüftungsfiltern ersertzen.
Auf unserer Seite www.ISO16890.de erhalten Sie nähere Informationen zu dieser Norm.

Die ISO 29463 wird zukünftig ein weltweiter Standard für EPA, HEPA und ULPA Filter. Nationale Normen wie die EN1822 oder US-Mil Std 282 werden mittelfristig durch diese Norm wohl nicht ersetzt. Die ISO 29463 ist vielmehr ein Ergänzungsstandard um Bezüge zwischen den die Weltweit etablierten Standards bilden zu können.

Auf unserer Seite www.ISO29463.de erhalten Sie nähere Informationen zu dieser Norm.


Abscheidevermögen & Filterklassifizierung

Aufgrund der unterschiedlichen Abscheidefähigkeit und der unterschiedlichen Anwendungsgebiete wurden differenzierte Testverfahren entwickelt:

  • Grobstaubfilter der Klassen G1-G4 werden mit synthetischem Staub beaufschlagt, um den gravimetrischen Abscheidegrad zu ermitteln.
  • Mediumfilter der Klassen M5-M6 hingegen mit DEHS-Prüfaerosol, o.ä Aerosolen, um den Wirkungsgrad zu ermitteln. Der mittlere Wirkungsgrad wird mit Partikelzählern für eine Korngröße von 0,4 [µm] bestimmt.
  • Feinstaubfilter der Klassen F7-F9 werden mit DEHS-Prüfaerosol, o.ä Aerosolen, um den Wirkungsgrad zu ermitteln. Der mittlere Wirkungsgrad wird mit Partikelzählern für eine Korngröße von 0,4 [µm] bestimmt. Es gilt ein Mindestwirkungsgrad (M.E.) welcher unter allen Betriebsbedingungen erreicht werden muss.
  • HEPA Filter der Klassen E10-U 17 hingegen werden über den Abscheidegrad der sog. "Most Penetrating Paritcle Size" (MPPS) gemäß DIN EN 1822 bestimmt. Die MPPS liegt je nach Filterkonfiguration zwischen 0,1 und 0,3 µm.

 

Filterklasse DIN EN 779mittlerer Abscheidegrad A (%) Beispiel Partikel Durchmesser 
G1          A < 65   Haar, Flusen
20 - 200 μm
G2  65 < A < 80   
G3  80 < A < 90     
G4  90 < A   Pollen
 10 - 100 μm

 

Filterklasse DIN EN 779
mittlerer Wirkungsgrad (%) Beispiel Partikel Durchmesser 
M5 40 < E < 60  Pollen  10 - 100 μm
M6 60 < E < 80  Sporen 10 - 25 μm
F7 80 < E < 90 / M.E.: 35%  Tonerpartikel  5 - 20 μm
F8 90 < E < 95 / M.E.: 55 %    
F9 95 < E         / M.E.: 70 %    

 

Filterklasse DIN EN 1822 Anfangsabscheidung in MPPS
Beispiel Partikel Durchmesser 
E10 85 < h  Tonerpartikel 5 - 20 μm
E11 95 < h  Ölnebel 0,3 - 5 μm
E12 99,5 < h  Bakterien 0,2 - 25 μm
H13 99,95 < h  Tabakrauch 0,01 - 1 μm
H14 99,995 < h    

 

Filterklasse DIN EN 1822
Anfangsabscheidung in MPPS
Beispiel Partikel Durchmesser 
U15 99,9995 < h  Tabakrauch 0,01 - 1 μm
U16 99,99995 < h  Viren 0,002 - 0,05 μm 
U17 99,999995 < h    

Anwendungsgebiete

  • Klima- und Lüftungsanlagen
  • Komfortbelüftung
  • Rein- und Sterilraumlüftung
  • reine Werkbänke
  • Zu- und Abluft von Fertigungshallen
  • Adsorbtionsfilter für gasförmige Luftverunreinigungen
  • Turbinenfilter
  • Sonderfilter
  • u.v.m.

Unsere atmosphärische Luft enthält eine Vielzahl von Fremdstoffen, die sich aus festen Partikeln, Rauchgasen, Nebeln und verschiedenen Fasern zusammensetzt. Die in der Atemluft schwebenden Partikel werden Aerosole genannt. Erkenntnisse über die Schadstoffkonzentration und deren Auswirkungen haben zum Einsatz von Luftfiltern in verschiedenen Bereichen, besonders aber in der Reinigung der Zuluft von Lüftungs- und Klimaanlagen geführt, wobei wir generell zwischen Grobstaub- und Feinstaub- bzw. Schwebstoffiltern unterscheiden.

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Filter Know-How

Jeder HS-Schwebstoffilter wird einer individuellen Qualitäts- und Leistungskontrolle gemäß DIN EN 1822 unterzogen.

Der Prüfstatus und die Seriennummer befinden sich auf jedem HS-Schwebstoffilter.

HS-Schwebstoffilter können in nahezu allen gewünschten Abmessungen hergestellt werden.

Auf Anfrage bietet HS-Luftfilterbau eine Vielzahl von Sonderoptionen für Schwebstoffilter - wir machen (fast) alles möglich.

 

Filter, welche einem SCANTEST gem. EN 1822 unterzogen werden erhalten eine ausführliche Testdokumentaition.

 


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